Pokemon-Karte identifizieren: Set, Nummer und Variante bestimmen
Eine Pokemon-Karte zu identifizieren heißt nicht, den Namen zu lesen. „Glurak” reicht nicht — es gibt hunderte Glurak-Karten, und ihre Preise reichen von 50 Cent bis in den fünfstelligen Bereich. Die Identifikation besteht aus vier Angaben.
Die vier Angaben, die eine Karte eindeutig machen
1. Das Set
Das Setsymbol steht bei modernen Karten rechts neben der Kartennummer, bei älteren Karten rechts unter dem Bild. Bei den allerersten Sets (Base Set) fehlt es ganz — das Fehlen ist selbst ein Hinweis.
2. Die Kartennummer
Unten rechts, im Format 025/165. Die erste Zahl ist die Karte, die zweite die Größe des Hauptsets.
Wichtig: Ist die erste Zahl größer als die zweite (z. B. 172/165), hast du eine Secret Rare — eine Karte über die reguläre Setgröße hinaus. Das ist fast immer ein gutes Zeichen.
3. Der Editionsstempel
Bei Vintage-Karten steht links neben dem Bild eventuell ein „Edition 1”-Stempel. Ohne Stempel ist es Unlimited. Der Unterschied kann den Wert vervielfachen.
4. Die Variante
Die am häufigsten übersehene Angabe — und die teuerste, wenn man sie falsch bestimmt:
- Normal — kein Glanz auf dem Bild
- Holo — nur das Bildfeld glänzt
- Reverse Holo — die gesamte Karte außer dem Bildfeld glänzt
- Full Art / Alternate Art — das Bild füllt die ganze Karte
Reverse Holo und Holo derselben Karte sind unterschiedliche Sammelobjekte mit unterschiedlichen Preisen — Faktor 10 ist keine Seltenheit.
Der schnelle Weg
Die manuelle Methode funktioniert, dauert aber pro Karte mehrere Minuten, und die Variantenbestimmung ist genau der Schritt, bei dem Fehler passieren.
Ein Scanner nimmt dir alle vier Angaben gleichzeitig ab: Set, Nummer, Edition und Variante werden aus dem Bild erkannt, und der Preis, der dazu angezeigt wird, gehört dann auch tatsächlich zu deiner Karte — nicht zu einer ähnlich aussehenden.
Karte in einer Sekunde bestimmen
Set, Nummer, Edition und Variante automatisch erkannt.
Sonderfälle
Japanische Karten haben ein anderes Nummerierungsformat und oft kein Setsymbol an derselben Stelle. Sie sind nicht automatisch wertvoller — die meisten japanischen Karten sind günstiger als ihre internationalen Gegenstücke, weil in Japan mehr gedruckt wird.
Promo-Karten tragen statt einer Setnummer meist ein SVP, SWSH oder XY mit laufender Nummer.
McDonald’s- und Sammelbox-Karten haben eigene Nummerierungen und sind fast immer sehr günstig, auch wenn sie holografisch aussehen.
Der häufigste Fehler
Den Preis einer Karte anhand des Namens nachzuschlagen. Wer „Glurak Preis” sucht, findet einen Wert, der mit der Karte in seiner Hand fast nie etwas zu tun hat.
Erst Set, Nummer, Edition und Variante — dann der Preis. In dieser Reihenfolge.
Karte scannen statt suchen
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